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Steuerpflichtige Personen, die nach der effektiven Methode abrechnen, können die Umsätze mit Hilfe des gewogenen Bruttogewinnzuschlages aufteilen. Hierfür bedarf es einer Bewilligung der ESTV, welche mittels Formular Nr. 763 beantragt werden kann.

 

Diese Methode kann von Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 10 Mio. Franken angewendet werden.

 

Erbringt eine Verkaufsstelle ausschliesslich zum Normalsatz steuerbare Leistungen, sind diese Umsätze nicht in die nachfolgenden Berechnungen einzubeziehen. Für solche Verkaufsstellen werden separate Aufwand- und Ertragskonti geführt.

 

Mit dem gewogenen Bruttogewinnzuschlag wird durch einen Zuschlag auf dem Warenaufwand der Umsatz einer der beiden Steuersatzkategorien (reduzierter Steuersatz bzw. Normalsatz) rechnerisch ermittelt. Als Differenz zum Gesamtumsatz resultiert der Umsatz der anderen Steuersatzkategorie.

 

Die steuerpflichtige Person berechnet ihren gewogenen Bruttogewinnzuschlag während 3 aufeinander folgenden, für ihr Unternehmen repräsentativen Monaten eines Kalenderjahres ( Beispiele in den nachfolgenden Tabellen). Die Berechnung wird in der Regel für jene Steuersatzkategorie vorgenommen, die den geringeren Anteil am Gesamtumsatz ausmacht.

 

Die steuerpflichtige Person ist - sofern sich die Struktur ihres Unternehmens nicht ändert - berechtigt, den von ihr ermittelten gewogenen Bruttogewinnzuschlag für die Dauer von 3 Jahren anzuwenden. Nach Ablauf dieser Frist oder im Falle einer Änderung in der Struktur des Unternehmens (z.B. Verkaufssortiment oder Margen) wird der Bruttogewinnzuschlag neu berechnet und der ESTV spätestens mit der ersten, unter Anwendung des neuen Zuschlagssatzes erstellten MWST-Abrechnung mitgeteilt. Die entsprechenden Detailberechnungen werden geordnet aufbewahrt und auf Verlangen der ESTV zur Verfügung gestellt.

 

In der Buchhaltung wird der Wareneinkauf nach Steuersatzkategorien getrennt erfasst. Die Anwendung brancheneinheitlicher Bruttogewinnzuschläge oder eines von der steuerpflichtigen Person geschätzten durchschnittlichen Bruttogewinnzuschlages ist nicht zulässig.

 

Beispiel

 

Einkaufsjournal

(Ermittlung der zum Normalsatz steuerbaren Gegenstände)

Jahr 20xx

EP

exkl. MWST

VP

inkl. MWST

Brutto-

gewinn

inkl. MWST

Artikel

Datum

Name

5.1.

 

……..

……..

31.1.

Müller AG,

Basel

………..

………..

P. Born,

St. Gallen

2'250

 

……..

……..

2'030

3'540

 

……..

……..

2'870

1'290

 

……..

……..

840

Wein

 

 

 

Wasch-

mittel

Januar

TOTAL

26'560

40'790

14'230

53.58 %

 

Ermittlung des gewogenen Bruttogewinnzuschlages

Rekapitulation

für das
1. Quartal 20xx

EP

exkl. MWST

(100%)

VP
inkl. MWST

Brutto-

gewinn
inkl. MWST

gewogener

Bruttogewinn-

zuschlag 

Januar

Februar

März

26'560

43'200

36'350

40'790

64'150

54'225

14'230

20'950

17'875

53.58 %

48.50 %

49.17 %

1. Quartal 20xx

106'110

159'165

53'055

 

Gewogener Bruttogewinnzuschlag

50.00 %

 

Der ermittelte Bruttogewinnzuschlag - gemäss Beispiel 50 % - kann für die nächsten drei Jahre angewendet werden. Daraus ergibt sich beispielsweise für das 3. Quartal 20xx folgende Abrechnung:

 

 

 

CHF

CHF

-

Gesamteinnahmen gemäss

Ladenkassen / Kassenbuch sowie

Kreditverkäufe zu Detailpreisen

inkl. MWST (Debitoren)

 

1'250'000.00

-

 

Einkauf zum Normalsatz laut separat

geführten Einkaufskonti exkl. MWST

130'000.00

 

-

zuzüglich gewogener Bruttogewinnzuschlag 50 %

+

  65'000.00

 

->

steuerbar zum Normalsatz inkl. MWST

=

195'000.00

- 195'000.00

->

steuerbar zum reduzierten Satz inkl. MWST

1'055'000.00

 

Kreditverkäufe zu Detailpreisen:

Solche Verkäufe sind bei Anwendung des gewogenen Bruttogewinnzuschlages steuerlich gleich zu behandeln wie die Kasseneinnahmen.

 

Verkäufe zu Engrospreisen:

Werden einem gewissen Kundenkreis auf Gegenständen, für welche der gewogene Bruttogewinnzuschlag berechnet worden ist (gemäss Beispiel bei den zum Normalsatz steuerbaren Gegenständen), andere Preiskonditionen gewährt, wird für die im Engrosverkauf erzielten Umsätze quartalsweise ein Umsatzjournal erstellt. Darin werden die Engrosverkaufspreise inklusive MWST wie folgt auf die Einstandspreise ohne MWST zurückgerechnet und vom Einkauf in Abzug gebracht: 

 

3. Quartal 20xx

(Ermittlung der zum Normalsatz steuerbaren Gegenstände)

Datum

Name des

Kunden

Rechnung

inkl. MWST

(Engrospreis)

Einstandspreis

exkl. MWST

15.7.20xx

 

………

12.9.20xx

Restaurant

Krone, Köniz

……………

Meier AG,

Bolligen

3'578.00

 

………..

1'678.50

2'752.30

 

………..

1'375.80

3. Quartal 20xx

Total

40'000.00

30'000.00 

 

 

 

 

CHF

CHF

-

Gesamteinnahmen gemäss

Ladenkassen / Kassenbuch sowie

Kreditverkäufe zu Detail- und

Engrospreisen inkl. MWST (Debitoren)

 

1'250'000.00

-

Einkauf zum Normalsatz laut separat

geführten Einkaufskonti exkl. MWST

130'000.00

 

-

abzüglich Einstandspreis der

zum Normalsatz steuerbaren

Kreditverkäufe zu Engrospreisen

-

  30'000.00

 

=

Einkauf für Detaillieferungen exkl. MWST

=

100'000.00

 

-

zuzüglich gewogener Bruttogewinnzuschlag 50 %

+

50'000.00

 

-

zuzüglich Verkäufe zu Engrospreisen

+

  40'000.00

 

->

steuerbar zum Normalsatz inkl. MWST

 

190'000.00

- 190'000.00

->

steuerbar zum reduzierten Satz inkl. MWST

1'060'000.00



20.08.2018
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