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Spielertransfers, Vertragsablösungen und die Ausleihe von Sportlern gelten als zum Normalsatz steuerbare Dienstleistungen (Abtretung von Immaterialgüterrechten). Der Ort dieser Dienstleistungen richtet sich nach Artikel 8 Absatz 1 MWSTG (Empfängerortsprinzip). Werden solche Leistungen von einem inländischen an ein anderes inländisches Unternehmen (Sportvereine und -verbände wie auch andere juristische und natürliche Personen) erbracht, sind sie zum Normalsatz steuerbar. Dies unabhängig davon, wie der Spielertransfer, die Vertragsablösung oder die Ausleihe finanziell abgewickelt wird. Bei einem Spieleraustausch zwischen zwei Unternehmen (Verrechnung) liegt ein Leistungsverhältnis vor ( Ziff. 9.10).

 

Beispiel 1
Ein Spieler wird von einem Schweizer Klub an einen anderen Schweizer Klub veräussert. Die Transfersumme beträgt 100000 Franken. Beim veräussernden Klub liegt ein zum Normalsatz steuerbarer Umsatz vor.

 

Ist das übernehmende Unternehmen (Käufer) im Ausland und das veräussernde Unternehmen (Verkäufer) im Inland ansässig, handelt es sich für den Verkäufer um eine im Ausland erbrachte Dienstleistung, die nicht der Steuer unterliegt. In der MWST-Abrechnung sind diese Einnahmen trotzdem unter Ziffer 200 zu deklarieren und unter Ziffer 221 vollumfänglich abzuziehen.

 

Beispiel 2
Ein ausländischer Klub löst bei einem Schweizer Klub den Vertrag eines Eishockeyspielers ab. Die Kaufsumme beträgt 500000 Franken. Für den Schweizer Klub handelt es sich dabei um einen Umsatz, der im Ausland realisiert wird und nicht der Steuer unterliegt. In der MWST-Abrechnung ist dieser Umsatz unter Ziffer 200 zu deklarieren und unter Ziffer 221 vollumfänglich abzuziehen.

 

Die Ausleihe eines Spielers von einem ausländischen Klub, der nicht im MWST-Register eingetragen ist, an ein inländisches Unternehmen gilt für das inländische Unternehmen als Bezug einer Dienstleistung, welche der Bezugsteuer unterliegt. Dieser Bezug ist durch das inländische Unternehmen in der MWST-Abrechnung (Bezugsteuer;  Ziff. 2.8) zu deklarieren und zu versteuern.

 

Beispiel 3
Ein französischer nicht im MWST-Register eingetragener Klub leiht einem Schweizer Klub einen Fussballspieler aus. Der Schweizer Klub bezahlt dem französischen Klub einen Betrag von 200000 Franken. Dieser Betrag muss vom Schweizer Klub in der MWST-Abrechnung als Bezug einer Dienstleistung von einem im Inland nicht im MWST-Register eingetragenen Unternehmen mit Sitz im Ausland deklariert werden.

 

Informationen zum Vorsteuerabzug, zum Ausschluss des Vorsteuerabzugs und zur Korrektur des Vorsteuerabzugs sind unter den Ziffern 4 - 6 enthalten.

 

Änderung des MWSTG per 01.01.2018.


13.06.2018
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