Error

Unsupported browser!

Please note that your browser, Internet Explorer 8 or earlier, is deprecated.

We recommend upgrading to the latest version.

If you are using IE 9 or above, make sure you turn off "Compatibility View".

PDF-Publikationen erstellen/druckenHTML-Publikationen erstellen Ziffer drucken

a)

Die nach der Konkurseröffnung beziehungsweise nach Bestätigung eines Nachlassvertrages mit Vermögensabtretung bis zum Abschluss des Liquidationsverfahrens entstehenden MWST-Forderungen stellen Teil der Massaverbindlichkeiten dar und werden gegenüber der ESTV abgerechnet und vorab und voll bezahlt (Art. 262 Abs. 1 SchKG, Art. 310 Abs. 2 SchKG, Art. 89 Abs. 6 MWSTG). Für diese Verbindlichkeiten kann die ESTV auch die Betreibung einleiten.

 

Im Falle eines Konkurses beziehungsweise einer Nachlassliquidation stellt die ESTV der Konkursverwaltung beziehungsweise dem Liquidator i.d.R. die sogenannte Liquidationsabrechnung zu (Formular Nr. 533;  Ziff. 5.2). Dies ermöglicht eine einzige MWST-Abrechnung über mehrere Abrechnungsperioden, und zwar erst bei Abschluss der normalerweise kurzen SchKG-Liquidationsverfahren. Dauert ein solches länger als ein Jahr, teilt dies die Konkursverwaltung beziehungsweise der Liquidator der ESTV schriftlich mit. Die ESTV entscheidet in diesen Fällen, ob künftig die periodengerechte MWST-Abrechnung gemäss den Artikeln 71 und 86 MWSTG angezeigt ist, oder ob die Abrechnung erst nach erfolgter Verwertung oder vor dem Abschluss der Liquidation eingereicht werden kann.

 

b)

Die nach Bewilligung der Nachlassstundung (Art. 293a SchKG) anfallende MWST fällt nicht unter den Nachlassvertrag und ist wie eine Massaverbindlichkeit zu behandeln, d.h. diese wird gegenüber der ESTV pro Abrechnungsperiode abgerechnet und vorab und voll bezahlt (Art. 310 Abs. 2 SchKG und Art. 89 Abs. 6 MWSTG). Für diese Verbindlichkeiten kann die ESTV auch die Betreibung einleiten.

 

Während der Dauer der Nachlassstundung ist die steuerpflichtige Person beziehungsweise ihr Vertreter für die vollständige und richtige Versteuerung ihrer Umsätze und für die korrekte Ermittlung der abziehbaren Vorsteuer verantwortlich. Innert 60 Tagen nach Ablauf der Abrechnungsperiode ist die Abrechnung unter Verwendung der üblichen Quartals- beziehungsweise Semesterabrechnungsformulare einzureichen und die Steuerschuld zu bezahlen. Werden die MWST-Abrechnungen nicht eingereicht, bestimmt die ESTV den provisorisch geschuldeten Steuerbetrag nach pflichtgemässem Ermessen (Art. 86 Abs. 2 MWSTG).


24.07.2020
Zusätzliche Informationen
Vorherige Version anzeigen
VersionStand abStand bisPubliziert amMaterielle Änderungen
No records found.
Ziffer bearbeiten
Wollen Sie eine neue Version erstellen?