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(Art. 18 Abs. 2 Bst. l MWSTG)
 
Werden Anwälte oder Notare als Vormund, Beirat oder Beistand amtlich bestellt, so gelten die ihnen im Rahmen dieser Funktion ausgerichteten Entschädigungen als Mittelflüsse aus hoheitlichen Tätigkeiten (Nicht-Entgelte). Gleiches gilt bei Entschädigungen für die Funktion als ausserordentlicher Untersuchungsrichter und/oder Gerichtspräsident (und ähnliche Funktionsträger) sowie als Sachwalter und Liquidator im Zusammenhang mit Zwangsvollstreckungsverfahren.

 

Diejenigen Aufwendungen, die im Zusammenhang mit den hoheitlichen Tätigkeiten und somit im nicht unternehmerischen Bereich anfallen und diesem unmittelbar zugeordnet werden können, berechtigen nicht zum Vorsteuerabzug.

 

In Bezug auf eine allfällig vorzunehmende Vorsteuerkorrektur für hoheitliche Tätigkeiten wird auf die Ausführungen in der Ziffer 4.1 verwiesen.

 

Generelle und weitere Hinweise zu den hoheitlichen Tätigkeiten finden sich in der MWST-Info Steuerobjekt sowie in den MWST-Branchen-Infos Gemeinwesen und Betreibungs- und Konkursämter.

 

Beispiel
Die steuerpflichtige Anwaltskanzlei Oswald nimmt neben der ordentlichen anwaltlichen Beratung von Klienten regelmässig Mandate als ausserordentliche Konkursverwalterin wahr. In Bezug auf die Beratung ist die Kanzlei Oswald unternehmerisch tätig. In Bezug auf die hoheitliche Tätigkeit der Konkursverwaltung ist sie nicht unternehmerisch tätig. Die Anwaltskanzlei Oswald hat somit einen unternehmerischen und einen nicht unternehmerischen Bereich.


04.09.2020
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