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Werden sowohl Erlöse aus Wertrechten und Derivaten, die in einem Zusammenhang mit physischen Warenlieferungen eingegangen wurden, als auch Erlöse aus solchen, die losgelöst von physischen Lieferungen eingegangen wurden, erzielt, ist der Vorsteuerabzug im Verhältnis der Verwendung zu korrigieren. Hierzu stehen insbesondere die nachfolgenden Vereinfachungsmethoden beziehungsweise Pauschallösungen für die Vorsteuerkorrektur zur Verfügung.

 

a.

Vorsteuerkorrektur gemäss dem gewichteten Verhältnis zwischen der Anzahl von Wertrechtetransaktionen, die im Zusammenhang mit einer physischen Lieferung stehen, und solchen, die in keinem Zusammenhang mit einer physischen Lieferung stehen:
Bei Anwendung dieser Methode kann die steuerpflichtige Person einen Vorsteuerabzug entsprechend dem Verhältnis der Anzahl ihrer Wertrechtetransaktionen vornehmen, wie diese im Zusammenhang mit einer physischen Lieferung stehen oder nicht. In Anbetracht der Tatsache, dass Wertrechtetransaktionen, die im Zusammenhang mit einer physischen Lieferung stehen, grössere mehrwertsteuerbelastete Vorleistungen bedingen als solche, die losgelöst von physischen Lieferungen eingegangen werden, darf die Anzahl der Transaktionen, die im Zusammenhang mit einer physischen Lieferung stehen, um den Faktor 1,5 erhöht werden. Diese Berechnungsmethode ist nur angezeigt für Unternehmen, die den physischen Handel lediglich als Ausland-Ausland Lieferungen durchführen. Unternehmen, die ebenfalls physische Inlandlieferungen ausführen, steht eine weitere, diesem Umstand Rechnung tragende Vereinfachungsmethode zur Verfügung.

 

 

b.

Vorsteuerkorrektur wie Vereinfachungsmethode gemäss Buchstabe a hiervor, jedoch unter sinngemässer Anwendung der Vorsteuerkorrektur mittels Teilzuordnung von Vorleistungen, die in direktem Zusammenhang mit physischen Inlandlieferungen stehen:
Bei dieser Methode ist genau gleich vorzugehen wie bei der Vereinfachungsmethode gemäss Buchstabe a, nur kann die Vorsteuer, welche direkt der Ausführung von physischen Lieferungen zuordenbar ist, grundsätzlich vollumfänglich abgezogen werden. Für den Vorsteuerabzug im Zusammenhang mit Vorleistungen, die nicht physischen Inlandlieferungen direkt zugeordnet werden können, kommt der für die Vereinfachungsmethode gemäss Buchstabe a anwendbare Aufteilungsschlüssel zur Anwendung. 

 

 

c.

Bei den beiden unter Buchstaben a und b beschriebenen Vereinfachungsmethoden kann anstelle der Aufteilung der Anzahl von Wertrechtetransaktionen, die im Zusammenhang mit einer physischen Lieferung stehen, und solchen, die in keinem Zusammenhang mit einer physischen Lieferung stehen, folgende Pauschallösung in Anspruch genommen werden:
Im Durchschnitt führen weltweit bloss zwischen 2 - 3 % der getätigten Wertrechtetransaktionen, denen Waren zugrunde liegen, schliesslich zu einer physischen Lieferung. Aus diesem Grunde und unter Berücksichtigung des unter Buchstabe a erwähnten Gewichtungsfaktors für zu physischen Lieferungen führenden Wertrechtetransaktionen dürfen ungeachtet des effektiven Verhältnisses durch die steuerpflichtigen Personen pauschal 5 % der auf Vorleistungen für ihr Hedging lastenden Vorsteuern geltend gemacht werden.

 

 

d. 

Anstelle der unter den Buchstaben a bis c beschriebenen Vereinfachungsmethoden kann die Korrektur der Vorsteuern „nach dem effektiven Verwendungszweck“ vorgenommen werden:
Zur Berechnung der Vorsteuer nach dem effektiven Verwendungszweck sind folgende Grundsätze massgebend: 

 

 

 

Die Vorsteuer auf den Aufwendungen und Investitionen,

    • die den physischen Lieferungen und den Wertrechten und Derivaten zuordenbar sind, die in einem Zusammenhang mit physischen Lieferungen stehen, kann voll in Abzug gebracht werden (Topf A);
    • die den nicht zum Vorsteuerabzug berechtigenden Umsätzen (z.B. Wertrechte und Derivate, die nicht in einem Zusammenhang mit physischen Lieferungen stehen) zuordenbar sind, können generell nicht in Abzug gebracht werden (Topf B);

    • die sowohl den zum Vorsteuerabzug berechtigenden als auch den nicht zum Vorsteuerabzug berechtigenden Umsätzen zuordenbar sind (Topf C), sind sachgerecht mittels eines geeigneten Schlüssels (z.B. Arbeitseinsatz des Personals) zu korrigieren.


23.02.2015
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