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Die Reparatur oder Bearbeitung von Gegenständen und der Einbau von Gegenständen gilt im schweizerischen Mehrwertsteuerrecht als Lieferung (nähere Einzelheiten gibt die MWST Info Ort der Leistungserbringung Auskunft).

 

Bei der Einfuhr von Gegenständen erhebt der Zoll die Einfuhrsteuer auf dem Warenwert einschliesslich der damit verbundenen werkvertraglichen Arbeiten. Führt beispielsweise ein im Inland nicht im MWST-Register eingetragenes Unternehmen mit Sitz im Ausland Material zu Reparaturzwecken ein, wird bei der Einfuhr die MWST auch auf dem Wert der Reparaturarbeit erhoben. In diesem Fall ist keine Bezugsteuer zu entrichten.

 

Beispiel
Der (in der Schweiz nicht für MWST-Zwecke registrierte) Küchenbauer A aus Deutschland verkauft dem steuerpflichtigen Restaurant B in der Schweiz eine Küche. Wenn der Küchenbauer A die Küchenelemente in Deutschland herstellt und anschliessend selbst in die Schweiz mitnimmt, um sie beim Restaurant B zu montieren, so unterliegt diese Einfuhr der Küche inkl. dem Transport bis zum Bestimmungsort und die Kosten für die Montageleistung der Einfuhrsteuer an der Grenze. Es liegt kein Fall der Bezugsteuer vor.

 

Bringt jedoch das Unternehmen mit Sitz im Ausland keine Gegenstände über die Grenze, wird der Wert der Reparaturarbeit nicht mit der Einfuhrsteuer erfasst. In diesen Fällen muss auf dem gesamten Wert der Lieferung (Gegenstand und Arbeit) die Bezugsteuer entrichtet werden.

 

Beispiele
Der (in der Schweiz nicht für MWST-Zwecke registrierte) Küchenbauer A aus Deutschland führt an der bereits in der Schweiz montierten Küche Arbeiten aus, ohne hierbei Material zu verbauen (z.B. Einstellen der Türen, Anpassungsarbeiten usw.). In diesem Fall muss das Restaurant B die Bezugsteuer für die Kosten dieser Arbeiten abrechnen.

 

Bezieht das Restaurant B die Küchenelemente von der (steuerpflichtigen) Firma C mit Sitz in der Schweiz (die Küchenelemente werden in der Schweiz gefertigt und anschliessend direkt zum Restaurant B transportiert und von C an B in Rechnung gestellt) und baut der (in der Schweiz nicht für MWST-Zwecke registrierte) Küchenbauer A aus Deutschland die Küche vor Ort zusammen, so muss das Restaurant B die Bezugsteuer für die Kosten der Montageleistung des Küchenbauers A abrechnen (nicht aber für die Lieferung der Küche, diese unterliegt der Inlandsteuer).

 

Der Bezugsteuer unterliegen alle Lieferungen:

  • die im Inland erbracht werden;
  • nicht der Einfuhrsteuer unterliegen;
  • jedoch im Inland oder bei der Einfuhr besteuert würden; und
  • die von einem Unternehmen mit Sitz im Ausland, das nicht im MWST-Register erfasst ist, erbracht werden.

 

Lieferungen von Elektrizität und von Erdgas in Leitungen unterliegen der Bezugsteuer, sofern der Empfänger dieser Lieferungen im MWST-Register eingetragen ist. Ist der Empfänger dieser Lieferungen nicht im MWST-Register eingetragen, unterliegen diese Lieferungen der Inlandsteuer.

 

Ein Unternehmen mit Sitz im Ausland, welches im Inland der Bezugsteuer unterliegende Lieferungen erbringt, wird steuerpflichtig, wenn die Umsatzgrenze nach Artikel 10 Absatz 2 Buchstabe a MWSTG erreicht wird ( detaillierte Ausführungen zur Steuerpflicht von Unternehmen mit Sitz im Ausland können der MWST-Info Steuerpflicht entnommen werden).

 

Ziffer gültig ab 1. Januar 2015.


30.12.2014
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