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Bei Sammlerstücken, welche die steuerpflichtige Person vor dem Verkauf für betriebliche Zwecke verwendet hat, kann bei einem späteren Verkauf ebenfalls die Margenbesteuerung angewendet werden. Dagegen ist der Abzug fiktiver Vorsteuer nicht möglich (Art. 28a Abs. 3 MWSTG).

 

Beispiel 1
Das steuerpflichtige Hotel Adler kauft eine Standuhr aus dem 18. Jahrhundert vom nicht steuerpflichtigen Roger Cresta. Die Standuhr soll als Betriebsmittel verwendet und in der Eingangshalle des Hotels aufgestellt werden. Bei der Standuhr handelt es sich um eine Antiquität im Sinne von Artikel 48a Absatz 2 MWSTV, welche gemäss Artikel 24a MWSTG der Margenbesteuerung unterliegt. Das Hotel Adler darf daher - auch wenn die Standuhr als Betriebsmittel verwendet wird - beim Einkauf keinen Abzug fiktiver Vorsteuer vornehmen. Drei Jahre später bekundet ein Gast grosses Interesse am Erwerb der Standuhr. Er bietet dafür einen sehr attraktiven Preis. Das Hotel Adler verkauft die Standuhr dem Gast. Bei diesem Verkauf kann die Margenbesteuerung angewendet werden.

 

Die Margenbesteuerung mit einer allfälligen Verlustverrechnung ist nur zulässig, wenn ein als Sammlerstück eingekaufter Gegenstand auch als Sammlerstück verkauft wird.

 

Beispiel 2
Ein steuerpflichtiger Kunsthändler kauft ein Gemälde des Künstlers Weibel von der nicht steuerpflichtigen Frida Müller zum Preis von 85'000 Franken. Beim Gemälde handelt es sich um einen Kunstgegenstand im Sinne von Artikel 48a Absatz 1 MWSTV, welcher gemäss Artikel 24a MWSTG der Margenbesteuerung unterliegt. Der Kunsthändler darf daher beim Einkauf keinen Abzug fiktiver Vorsteuer vornehmen. Vor dem Verkauf verbrennt das Gemälde. Die Versicherung übernimmt den Schaden von 85'000 Franken. Diese Entschädigung unterliegt nicht der Steuer (Art. 18 Abs. 2 Bst. i MWSTG). Da kein Verkauf stattfindet, kann auch kein Verlust angerechnet werden.

 

Änderung des MWSTG per 01.01.2018.


22.05.2018
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