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Gegenstand für eine Vorsteuerkorrektur (Eigenverbrauch / Einlageentsteuerung) bilden einzig die früher geltend gemachten beziehungsweise nicht geltend gemachten Vorsteuern auf steuerlich relevanten Aufwendungen und Investitionen.

 

Dabei wird unterschieden zwischen:

  • Zugekauften und selbst erstellten unbeweglichen Gegenständen (Immobilien) - Abschreibungssatz linear 5 % pro Jahr - ( Ziff. 3.1);

  • zugekauften und selbst hergestellten beweglichen Gegenständen - Abschreibungssatz linear 20 % pro Jahr - ( Ziff. 3.2); und

  • Dienstleistungen von DrittenAbschreibungssatz linear 20 % pro Jahr -
    ( Ziff. 3.3).

 

Im Weiteren ist die Ingebrauchnahme des Gegenstandes zu prüfen:

  • Ein unbeweglicher oder beweglicher Gegenstand gilt als in Gebrauch genommen, wenn er im Betrieb der steuerpflichtigen Person für irgendeinen Zweck verwendet wurde (z.B. Vermietung oder Verwendung als Betriebsmittel). Eine Ingebrauchnahme durch den früheren Eigentümer ist nicht von Bedeutung;

  • ein unbeweglicher oder beweglicher Gegenstand gilt als nicht in Gebrauch genommen, wenn er im Betrieb der steuerpflichtigen Person nicht für irgendeinen Zweck verwendet wurde (z.B. Vermietung oder Verwendung als Betriebsmittel). Eine Ingebrauchnahme durch den früheren Eigentümer ist nicht von Bedeutung.

 

Diese Unterscheidung ist im Zusammenhang mit Nutzungsänderungen von Bedeutung, weil die Abschreibung erst ab dem Jahr der Ingebrauchnahme des unbeweglichen oder beweglichen Gegenstandes berücksichtigt wird (Ermittlung Zeitwert nach Art. 31 Abs. 3 bzw. Art. 32 Abs. 2 MWSTG).

 

Bei der Ermittlung des Zeitwertes ist zu beachten, dass bei Ingebrauchnahme der Leistungen in der ersten Steuerperiode eine vollumfängliche Abschreibung für die ganze Steuerperiode vorzunehmen ist. Demgegenüber ist in der letzten, noch nicht abgelaufenen Steuerperiode keine Abschreibung zu berücksichtigen, ausser die Nutzungsänderung tritt am letzten Tag der Steuerperiode ein (Art. 70 Abs. 2 bzw. Art. 73 Abs. 2 MWSTV).

 

Beispiel
Der Inhaber eines Fahrradgeschäfts (Einzelunternehmen) vermietet für Rundfahrten um den Greifensee Elektro-Bikes. Da sein 16-jähriger Sohn eine Berufslehre antritt, stellt der Inhaber seinem Sohn ein in Gebrauch genommenes Elektro-Bike für den Arbeitsweg dauerhaft zur Verfügung (Privatentnahme). Das Bike wurde am 15. April 2018 zum Preis von CHF 5’385 (inkl. 7,7 % MWST) unter Vornahme des Vorsteuerabzugs von CHF 385 durch das Fahrradgeschäft erworben.

 

 

Basis
Vorsteuerabzug

Vorsteuer

Bezugswert Bike per 15. April 2018
exkl. 7,7 % MWST

CHF

5'000

CHF

385

 

Variante 1
Entnahme Bike per 30. April 2019,
Abschreibung für das Jahr 2018
(= Jahr der Ingebrauchnahme):
1 Jahr à 20 % von 385

 

 

CHF

  - 77

Vorsteuerkorrektur Eigenverbrauch
per 30. April 2019

 

 

 

308

 

 

 

 

 

Variante 2
Entnahme Bike per 30. September 2020,

CHF

5'000

CHF

385

Abschreibung für das Jahr 2018
(= Jahr der Ingebrauchnahme) bis 2019
(= letztes, abgelaufenes Jahr):
2 Jahre à 20 % = 40 % von 385

 

 

CHF

 - 154

Vorsteuerkorrektur Eigenverbrauch
per 30. September 2020

 

 

CHF

231

 

 

 

 

 

Variante 3
Entnahme Bike per 31. Dezember 2020,

CHF

5'000

CHF

385

Abschreibung für das Jahr 2018
(= Jahr der Ingebrauchnahme) bis 2020
(= letztes, abgelaufenes Jahr):
3 Jahre à 20 % = 60 % von 385

 

 

CHF

 - 231

Vorsteuerkorrektur Eigenverbrauch
per 31. Dezember 2020

 

 

CHF

154

 

Weiter gilt es zu unterscheiden, ob eine dauernde Entnahme beziehungsweise Einlage oder eine vorübergehende Verwendung von unbeweglichen oder beweglichen Gegenständen vorliegt ( Ziff. 4).

  • Eine dauernde Entnahme oder Einlage liegt vor, wenn ein Gegenstand nicht nur vorübergehend, sondern auf Dauer entweder ausschliesslich im Rahmen der zum Vorsteuerabzug berechtigenden unternehmerischen Tätigkeit oder ausschliesslich für eine unternehmerische, nicht zum Vorsteuerabzug berechtigende Tätigkeit beziehungsweise ausserhalb der unternehmerischen Tätigkeit verwendet wird ( Ziff. 3.1 und Ziff. 3.2).

  • Eine vorübergehende Verwendung liegt grundsätzlich vor, wenn eine steuerpflichtige Person Gegenstände vorübergehend ausschliesslich, d.h. zu 100 % im Rahmen der zum Vorsteuerabzug berechtigenden unternehmerischen Tätigkeit oder ausschliesslich für eine unternehmerische, nicht zum Vorsteuerabzug berechtigende Tätigkeit beziehungsweise ausserhalb der unternehmerischen Tätigkeit verwendet ( Ziff. 4):

    • während max. 6 Monaten bei beweglichen Gegenständen; beziehungsweise

    • max. 12 Monaten bei unbeweglichen Gegenständen.

 

Betreffend steuerliche Behandlung der im eigenen Betrieb durch Urproduzenten gewonnenen Erzeugnisse siehe MWST-Branchen-Info Urproduktion und nahe stehende Bereiche.



05.09.2018
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